Tutus Gedanken über Swoopo (ehemals Telebid)

Swoopo

Hier mal meine etwas naive Sichtweise von Swoopo, wie ich es eingeschätzt habe, als ich es kennenlernte und kurz darauf auch etwas ersteigerte. Dieser Testbericht wurde bei dooyoo.de von mir eingestellt.

Vorteile: Schnäppchen sind jederzeit möglich.

Nachteile: Undurchsichtig, sehr viele schwarze Schafe.

Was ist das?
Layout und Aufbau der Seiten.
Wie funktioniert Swoopo?
Telefon
Online
Gebote kaufen
Bieten
BietButler
Auktionen
Absolutes Enddatum
Meine Erfahrung
AGBs & Fazit

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Was ist das?
Swoopo sieht auf den ersten Blick wie ein weiteres Auktionshaus aus. Es gibt Produkte, und es gibt User, die darauf mitbieten. Allerdings entscheidet hier nicht das höchste Gebot nach einer festgesetzten Zeit.
Hier zahlt man pro Gebot, welches man abgibt, 50 Cent. Wenn nach der Abgabe des eigenen Gebotes (man kann jederzeit einsteigen) niemand mehr bietet (festgelegte Zeiträume von 10-20 Sekunden), dann hat man das Produkt gekauft. Mit richtig viel Glück kauft man so ein Notebook mit einem Wert von 1200 Euro für 50 Cent. Dazu kommen noch die Versandkosten und man kann sich richtig freuen.
Doch später etwas mehr zu diesem Prozedre.
Swoopo ist aber kein Auktionshaus, auch wenn es so aussieht. Es ist eine Verkaufsplattform und der Gewinner der „Auktion“ kauft das Produkt zum „ersteigerten“ Preis. Klingt kompliziert? Ist es aber nicht. Doch auch dazu weiter unten etwas mehr.

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Layout und Aufbau der Seiten.
Die gesamte Seite ist in weiß gehalten. Eine wohltuende Abwechslung zum schrillbunten Farbenbrei größerer Webseiten. Links oben ist immer das Logo von Swoopo zu sehen.
Auf der Startseite wird man direkt mit den neuesten Verkäufen konfrontiert und hat man die Möglichkeit, von dort direkt seinen Kaufwunsch deutlich zu machen.
Unterhalb des Logos gibt es ein Menü, welches sich beim Drüberfahren öffnet. Dort hat man folgende Kategorien zur Auswahl:
Alle Kategorien
Alle Live Auktionen
Auto, Navigation & Reisen
Computer & Zubehör
Foto & Camcorder
Gesundheit & Fitness
Gutscheine
Handys & Telefonie
Haus & Garten
Kaffee & Espresso
Konsolen & Videospiele
MP3 & Audio
Notebooks & Laptops
Schöner leben
Spielzeug für Jung & Alt
TV & Video
Uhren & Schmuck
Zukünftige Auktionen
Beendete Auktionen
Wählt man eine dieser Kategorien aus, wird man auf eine Übersichtsseite weitergeleitet.
Im oberen Bereicht hat man eine Zeile, anhand der man erkennt, ob man bereit eingeloggt ist. Auch eine Übersicht über seine noch verfügbaren Gebote findet man dort. Wenn man in einem Monat bereits etwas ersteigert hat, findet man hier auch einige kleine Kreise, die mit grünen Häkchen versehen werden, sobald man eine Auktion gewinnt. Je nach Artikelgruppe darf ich nur eine bestimmte Anzahl an Auktionen gewinnen.
Ist man nicht eingeloggt, kann man sich dort einloggen.
Auf der Seite sieht man die zehn aktuellsten Auktionen, kann aber unter der zehnten Auktion auf weitere Seiten navigieren.
Unter dieser Navigation sieht man drei Auktionen, die bald beginnen werden (ebenfalls mit einer Navigation. Wiederum darunter entdeckt man dann fünf beendete Auktionen mit der dazugehörigen Navigation.
Am Schluss der Seite erfährt man noch, wie man bei Swoopo bezahlen darf und findet die obligatorischen Links zu den AGBs, Impressum, Kontakt etc.

Wähle ich nun eine Auktion aus, die in der Vorschau bereits mit Bild, Name, den ersten Daten, dem aktuellen Preis, dem führenden Bieter und der verbleibenden Zeit zu sehen ist, komme ich auf die Produktseite.
Damit ich nicht den Überblick über die ganzen tollen Auktionen verliere, werden nun im oberen Bereich 4 Auktionen gezeigt, die gerade dem Ende entgegen gehen. Doch Vorsicht. Dieses Ende kann sich noch einige Stunden hinziehen.

Darunter findet man ein großes Bild des Produktes, das man ausgewählt hat. Rechts daneben ist eine Übersicht über den aktuellen Preis (in grün). Dieser Preis wird in dem Moment kurz rot hinterlegt, wenn auf dieses Produkt geboten wird. Darunter steht der entsprechende Bieter.
Ist die Zeit bis zum Ende knapp, blinkt grün darunter auf „Ende in wenigen Sekunden“. Dort gibt es aber auch die Statusinformationen, wenn geboten wurde.
Da steht zum Beispiel: 1 Einzelgebot + 0,10 Euro + 0:00:08. Das bedeutet, dass jemand manuell acht Sekunden vor dem Ende der Auktion geboten hat und sich der Preis um 10 Cent erhöht hat.
Darunter steht ganz groß die verbleibende Zeit. Eine Uhr vor der Zeit zeigt an, wie viele Sekunden nach dem letzten Gebot die Auktion beendet wird. Dies kann sich aber während der Auktion ändern. Wann das passiert, erfährt man, wenn man mit der Maus über diese Uhr fährt. Man wird dann über eine Countdown-Umstellung ab einem gewissen erreichten Wert informiert.
Direkt unter der Zeit findet man den Bietbutton. Er ist sehr groß und sehr grün und lädt regelrecht zum Bieten ein. Klein darunter steht, um wie viele Cent sich der Preis pro Gebot erhöht. Und wiederum darunter ist das absolute Enddatum der Auktion zu erkennen, welche meist einen Monat später endet.
Darunter ist werbewirksam die Ersparnis zu sehen. Als erstes sieht man dort den Vergleichspreis. Dieser entspricht (Zitat): „der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers oder einem marktüblichen Preis.“.
Darunter hat man eine Übersicht von Geboten und Freebids, diese werden aber erst nach der Auktion relevant, damit man sehen kann, wie viele Gebote der Gewinner benötigt hat. Darunter steht der aktuelle Preis und die Differenz zum Vergleichspreis – also die Ersparnis.
Rechts daneben hat man eine Übersicht über seinen Bietbutler, darunter sieht man die letzten 10 Gebote mit Bietern. Darunter ist der Hinweis für Telefonbieter. Zu diesem komme ich gleich.
Am Ende der Seite findet man noch die Versandmodalitäten und die Versandkosten, die für diesen Artikel anfallen.

Da ich nun eine Auktion gewonnen habe, kann ich auch erzählen, wie es weitergeht:

Endlich ist es soweit, das Feuerwerk wird anstelle des BietButlers angezeigt und mein Name steht da als Gewinner der Auktion – HURRA!
Als nächstes muss ich nun den Kaufvertrag bestätigen. Dazu bekomme ich eine Übersicht angezeigt, was ich dafür bereits bezahlt habe und was noch bezahlt werden muss. Nachdem ich das überprüft habe, akzeptiere ich das Angebot.
Ich bekomme eine Email, in der alles Wichtige drin steht. Auch die Bankverbindung, denn Swoopo will noch etwas Geld von mir. Sobald das Geld auf dem Konto von Swoopo angekommen ist, wird man darüber informiert, dass die Ware abgeschickt wurde.
Heute soll mein ersteigertes Gerät kommen und ich bin schon ziemlich gespannt.

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Wie funktioniert Swoopo?
Nach der ganzen grauen Theorie, will man nun auch etwas ersteigern.
Hier kommen wir zur ersten Besonderheit: Man muss sich nicht zwingend registrieren, um mitbieten zu können. Da dies nur eine Möglichkeit des Bietens beinhaltet, werde ich zuerst darauf eingehen.

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Telefon
Man hat bei jeder Auktion die Möglichkeit per Telefon mitzubieten. Unter der Geboteübersicht befindet sich ein Kasten, in welchem steht:
Jetzt per Telefon mitbieten
01378-5566440
0,50 Euro / Anruf aus dem Festnetz der Deutschen Telekom AG. Andere Netze und Mobilfunk können abweichen.
1. Nummer wählen und Ansage anhören.
2. Auktionsnummer xxxxxx eingeben.
3. Mit der #-Taste bestätigen.
Tja, das ist soweit selbsterklärend. Der Gebotspreis von 50 Cent wird über die Telefonrechnung abgerechnet.
Wichtig ist, dass man nur teilnehmen kann, wenn die Rufnummer übertragen wird. Anhand der Rufnummer kann sich Swoopo dann mit dem Telefonbieter in Verbindung setzen, falls dieser gewonnen hat. Telefonbieter sind in der Gebotsübersicht leicht an der Telefonnummer zu erkennen, die dort statt des Bieternamens steht. Es werden die letzten Ziffern ausge-xt, also wird auf Datenschutz geachtet.

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Online.
Nach der Registrierung (hier wird gern eine Fehlermeldung produziert, da das Wort Straße automatisch auf Str. gekürzt wird. Das muss dann noch einmal bestätigt werden) kann oder sollte man sich Gebote kaufen. Hat man einen Gutschein, kann man diesen natürlich direkt einlösen und erhält so seine Gebote.

Gebote kaufen
Gebote kann man ganz einfach kaufen. Dazu klickt man rechts oben neben der Sprachauswahl der Seite einfach auf „Gebote kaufen“ oder nutzt den kleinen Button neben der Übersicht über die eigenen Gebote.
Zuerst wählt man ein BidPack aus. Vorsicht! Es ist bereits ein BidPack ausgewählt. Man sollte genauestens schauen, welches das ist, bevor man automatisch auf den großen grünen Button klickt, der ganz oben steht. Die Auswahl der Pakete erfolgt nämlich erst darunter.
Paketgrößen:
XXL 500 Gebote für 250 Euro
L 100 Gebote für 50 Euro
M 50 Gebote für 25 Euro
S 20 Gebote für 10 Euro
Die Preise sind inkl. Mehrwertsteuer.
Nach der Auswahl klickt man auf den großen grünen Button und hat nun die Auswahl zwischen Kreditkarte (Visa, Mastercard), Paypal, Giropay, Micro Payment und ClickandBuy. Bei diesen Methoden gibt es keine Limitierung und die Gebote werden sofort gutgeschrieben. Das kann in der Hitze des Gefechts wichtig werden, wenn man schnell noch Gebote kaufen möchte.
Außerdem kann man per Vorkasse Gebote kaufen. Diese werden allerdings erst nach Zahlungseingang gutgeschrieben.
Zum Schluss klickt man auf einen kleineren grauen Button. Auf der nächsten Seite werden die Kreditdaten etc. abgefragt, man muss sich ggfs. bei Paypal & Co. einloggen und bestätigen. Aber dann hat man die Gebote.
Diese werden in einer Leiste unterhalb des Logos, aber oberhalb der Gebote angezeigt.
Hat man einmal per Kreditkarte Gebote gekauft, wird diese Zahlungsart gespeichert und man kann noch schneller und ohne die erneute Eingabe der Daten die Gebote kaufen.

Bieten.
Das Bieten als solches ist extrem einfach. Einfach auf der Produktseite auf den großen grünen Button klicken und schon hat man geboten.

BietButler.
Bei schwachen Nerven oder kaum Zeit, eine Auktion stundenlang verfolgen zu können, bietet Swoopo einen BietButler an. Dieser wird auf der rechten Seite der Produktseite aktiviert. Man gibt eine Preisspanne an, in der der Butler aktiv wird. Durch Weglassen des „Bieten ab“ bietet der Butler ab sofort mit. Er endet, wenn der Preis von „Bieten bis“ erreicht ist oder die zur Verfügung stehenden Gebote (die man vorher festgelegt hat) aufgebraucht wurden.
Der BietButler bietet automatisch irgendwann in den letzten zehn Sekunden der Auktion. <- schwache Nerven können sich hier also entspannt zurücklehnen.
Wenn nun aber mehrere User einen BietButler haben, werden die Gebote sofort abgegeben – bis nur noch ein BietButler übrig ist. Jedes Gebot verlängert die Auktionszeit um die festgesetzte Zeit (die nach Abgabe des letzten Gebotes für den Gewinn notwendig wäre). Ich habe schon Auktionen erlebt, da wurden auf einen Schlag 720 Gebote von BietButlern gegeneinander aufgerechnet. Dann kann man erst mal ganz entspannt einkaufen gehen, bis die heiße Phase wieder losgeht.

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Auktionen.
Es gibt verschiedene Auktionen bei Swoopo.

Festpreis-Auktion.
Der Gewinner zahlt nicht den Preis, der anhand der Gebote erzielt wurde, sondern einen vorher festgelegten Preis. Natürlich hat er seine Gebote im Vorfeld auch schon bezahlt.

1-Cent-Auktion.
Normalerweise steigt der Auktionspreis mit Abgabe eines Gebotes um 10 Cent. Bei 1-Cent-Auktionen steigt er jedoch nur um 1 Cent, weshalb natürlich der Auktionspreis sehr niedrig bleiben kann.

Nur-Klick-Auktion.
Von diesen Auktionen sind BietButler ausgeschlossen.

Endpreis geschenkt.
Auch eine nette Art. Man zahlt lediglich seine Gebote. Der erzielte Angebotspreis entfällt.

Eine neue Art der Auktion ist Ende Oktober dazugekommen. Dabei handelt es sich um die Einsteiger-Auktion. Bei einer Einsteiger-Auktion dürfen nur User mitbieten, die noch nie etwas gewonnen haben.

20-Sekunden-Countdown, 15-Sekunden-Countdown, 10-Sekunden-Countdown.
Das bezieht sich auf die Zeit, die nach der Abgabe eines Gebotes auf die Endzeit aufgerechnet wird. Auch ist dies die Zeit, die nach der Abgabe des letzten Gebotes bis zum Gewinn verstreichen muss.

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Absolutes Enddatum
Eine Auktion läuft maximal einen Monat.
Sollte sich die Auktion allerdings bis dahin ziehen, war jemand sehr *****. Denn: Gehen wir von einem halben Monat mit 15 Sekunden und einem halben Monat mit 10 Sekunden aus. Dann entsteht folgende Rechnung. Mindestens zwei Personen bieten zusammen 86.400 Mal in den ersten 15 Tagen, 129.600 Mal in den zweiten 15 Tagen, insgesamt also 216.000 Mal. Bei einem Gebotspreis von 50 Cent wurden insgesamt 108.000 Euro ausgegeben. Dazu kommt dann aber noch der Auktionspreis, der bei einer Erhöhung von 10 Cent pro Gebot bei 21.600 Euro liegt. Der Gewinner der Auktion zahlt also 75.600 Euro. Der andere setzt 54.000 Euro in den Sand.

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Meine Erfahrung
Warum nur war ich so blöd und habe mein Dienstwochenende auf zwei Wochenenden verteilt? Hätte ich das nicht gemacht, hätte ich bei Swoopo nicht einfach einmal mitgesteigert und wäre wohl noch um 200 Euro reicher. Also wirklich.
Angefangen hat es damit, dass Swoopo ganz neu die Einsteiger-Auktionen eingeführt hat. Da ich mir nach einem Monat einbilde, das System der Auktionen gut zu kennen, interessierte ich mich natürlich sehr für diese Form der Auktion. Hier dürfen nur User mitbieten, die noch nie etwas gewonnen haben. Also lauter unbeschriebene Blätter und zum Großteil auch noch unerfahren.
Das diese unerfahrenen Bieter aber ganz schön nervig sind, kann man sich gut vorstellen.
Eine PS3 sollte es werden. Bei 40 Euro dachte ich mir, dass ich sehr gut einsteigen könnte. Es war Mittagszeit, nur wenig los und wir waren zu dritt im Bieterkreis. Ich aktivierte den ersten BietButler und konnte dann einige Zeit zuschauen, wie sich alle an meinem BietButler die Zähne ausbissen. Doch irgendwann waren meine Gebote weg und ich musste mir neue Gebote nachkaufen. Das geht zum Glück sehr schnell und ich konnte weiter fleissig mitbieten.
Bei einer normalen Auktion wäre das nun alles gewesen. Der Preis der PS3 stieg langsam immer höher und eigentlich wurde es Zeit, dass sich gewisse Personen aus dem Bieterkreis zurückziehen. Durch die Verlängerung der Auktion mit jedem Gebot jedoch war es bereits Nachmittag. Schon drei Stunden hatte ich vor dem Laptop zugebracht. Neue Bieter kamen dazu und trieben den Preis in die Höhe. Stellenweise stieg ich aus und beobachtete die Auktion weiter. Aber für mich war klar: Ich hatte bereits so viel investiert, dass ich nicht mehr aufhören konnte. Eine Stunde später startete ich dann denn Großangriff. Für 50 Euro kaufte ich noch einmal Gebote und aktivierte mehrere BietButler, die bei unterschiedlichen Summen beginnen würden, die Gebote abzugeben. Es wurde sehr hektisch, weil ich immer wieder die BietButler verschieben musste, um mir ein paar Gebote zurückzubehalten. Und noch einmal musste ich Gebote nachkaufen und für einen kurzen Moment kam mir in den Kopf, dass ich die PS3 wohl bei eBay verkaufen müsste, da sie doch recht teuer wurde. Das ist allerdings verboten und ich bin einfach viel zu ehrlich für diese Welt. Zum Glück fiel mir dann der Gutschein ein, denn ich bei der Registrierung bekommen habe: 25 Euro sollten vom Preis des ersten Gewinns abgezogen werden. Puh. Leichteren Herzens startete ich den letzten Angriff und überglücklich durfte ich bald darauf mein erstes Feuerwerk erleben. 😉
Gekostet hat mich die PS3 mit den Geboten insgesamt 200 Euro. Also habe ich 50% gespart. Während der 5stündigen Auktion habe ich vor lauter Verzweiflung die gesamte Wohnung geputzt, aber leider auch den halben Tag vor dem Laptop verbracht.
Es war auf alle Fälle ungemein spannend und aufregend nicht zu vergleichen mit eBay-Auktionen, bei denen sich die Spannung auf 30 Sekunden reduziert.

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AGBs & Fazit
Ich möchte hier nicht die kompletten AGBs zitieren, sondern auf einige Besonderheiten hinweisen.
Swoopo ist kein Auktionshaus, sondern ein Verkauf. Demzufolge hat man die normalen rechtlichen Pflichten und Rechte. Man kann gegen Gutschrift die Artikel also wieder zurücksenden. Dennoch geht man mit dem „Gewinn“ einen ganz normalen Vertrag ein.
Wer bei Swoopo kauft, darf die erworbenen Sachen nicht anderweitig verkaufen. Auch darf man nur für den Eigengebrauch kaufen und nicht für Freunde, Bekannte, etc.
Die Anzahl der zu erwerbenden Produkte ist im Monat limitiert. Die Produkte werden in Gruppen unterteilt. Aus einer Gruppe darf man zum Beispiel nur zwei Produkte im Monat kaufen, insgesamt sind es zurzeit acht Artikel, die man kaufen darf. Ach, dann mach ich mir halt zwei Accounts – mag sich manch einer denken. Dies ist aber auch nicht erlaubt.

Zwar ist das alles nicht erlaubt, aber Swoopo toleriert dies meiner Meinung nach. Beispiele: Wenn man 4-7 Kameras in zwei Monaten kauft – wo ist da der Eigenbedarf? Wofür brauche ich 5 Notebooks in der Familie?
Warum verkauft jemand mit demselben Namen bei Ebay Konsolen, Notebooks und Kameras en masse?
Es gibt zwar die Möglichkeit, Missbrauch zu melden. Aber wenn man logisch, also wirtschaftlich denkt, wird Swoopo nicht gegen solche User vorgehen. Denn Swoopo hat hier einen Geldesel gefunden.

Beispiel (wahllose beendete Auktion in der Rubrik Notebook auf der ersten Seite):
Acer Aspire 8930G-734G32BN
1-Cent-Auktion
Auktionspreis: 179,38 Euro = 17.938 Gebote á 50 Cent = 8969 Euro, die von Usern an Swoopo gezahlt wurden.
Das Gerät kostet etwa 1300 Euro.
Je nach Einkaufspreis ist die Gewinn(!)spanne für Swoopo immens.
Wen es interessiert: Der Käufer hat 508 Gebote eingesetzt, um zu gewinnen. Zusammen mit dem Auktionspreis und den Versandkosten hat er 448,42 Euro für das Gerät gezahlt. Schnäppchen für einen. Verlust für viele andere, die mit geboten haben.

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Zum Schluss noch eine Anmerkung: Man kann weder die User ansehen (Profil) oder ähnliches, noch den Gebotsverlauf – bis auf die letzten zehn Gebote – einsehen.
Bei Swoopo sollten nur Profis mitmachen, die mit dem Internet und Auktionsstrategien vertraut sind. Man kann hier allzu schnell allzu viel Geld verlieren.
Aber man kann hier auch das Schnäppchen seines Lebens machen!

Abzug in der Bewertung gibt es für die schwarzen Schafe und das Nichtstun von Swoopo. Auch die Undurchsichtigkeit (Profile, Gebotsverlauf) trägt zum Abzug bei.

Fazit: Mit Vorsicht zu genießen. Erst informieren, dann mitmachen.

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